Interview mit Referenten
1.) Guten Tag Herr Houben. Können Sie Ihren Erfahrungsbericht zum RegioWiki vom Trierischen Volksfreund in drei Stichworten zusammenfassen?
Das RegioWiki ist kein Selbstläufer, sondern erfordert inhaltliche Pflege. Außerdem müssen die User einen Anreiz haben, im Wiki zu publizieren, z.B. eine Veröffentlichung in der Tageszeitung (Crossmedia). Der RegioWiki-User ist nicht der "klassische" Wiki-User.
2.) Was ist der wesentliche Gegenstand der Inhalte vom Trierischen Volksfreund?
Vor allem eine Übersicht über Vereine in der Region und über so genannte "Zeitzeugen"-Inhalte, also Geschichten von Usern aus der Region zu historischen Ereignissen ("Kriegs-Weihnacht 1944", "Wirtschaftswunder" etc.)
3.) Wo stehen wir beim Thema Regio-Wikis in Deutschland - im Vergleich zu anderen Ländern?
Kann ich nicht beurteilen, da ich die Regio-Wiki-Nutzung in anderen Ländern nicht kenne.
4.) Das Thema Regio-Wikis wird ja in Deutschland sowohl von kommunalen Initiativen als auch von lokalen Medienhäusern vorangetrieben. Welchen Vorteil bieten die Regio-Wikis für Verlage und können sie sich langfristig durchsetzen?
Sie bieten eine einfache, in der Internet-Welt akzeptierte Form der Interaktion und User-Bindung. Herausforderung für die Verlage ist der Transfer der Leser/User zu dieser neuen Plattform. Das geht nur über gezielte crossmediale Verknüpfung der Inhalte. Die User müssen sich auch in der Zeitung wiederfinden.
5.) Wie sehen Sie die Entwicklungen von Regional-Wikis für 2009?
Wikis sind immer noch ein Nischenthema für engagierte Redaktionen und engagierte User. Da sie - wie Weblogs - nur theoretische Vermarktungsmöglichkeiten bieten, rechne ich nicht mit einer massiven Erhöhung der Wiki-Anzahl.



